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Wissenswertes

FAQ / Mythen & Fakten

Bioökonomie wird als die Transformation von einer marktwirtschaftlichen Erdöl-basierten Wirtschaft hin zu einer Marktwirtschaft, in der fossile Ressourcen durch verschiedene nachwachsende Rohstoffe ersetzt werden, verstanden.

Die Kreislaufwirtschaft ist ein Modell der Produktion und des Verbrauchs, bei dem bestehende Materialien und Produkte so lange wie möglich geteilt, geleast, wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt werden. Auf diese Weise wird der Lebenszyklus der Produkte verlängert.

Eigentlich sind Bioraffinerien schon lange am Markt etabliert. Der Ausdruck kombiniert nur die Begriffe Bio für nachwachsende Rohstoffe und raffinerie für die Tätigkeit einer Erdölraffinerie. Es geht um die Gewinnung von wertvollen Rohstoffen aus einem nachwachsenden Rohstoff. Ob das Holz oder Feldfrüchte oder sogar Milch ist, spielt dabei eigentlich keine Rolle.

Sowohl die fossile Raffinerie als auch die Bioraffinerie starten mit einem heterogenen Ausgangsstoff und Separieren daraus wertvolle Produkte für nachgeschaltete Verarbeitungstechnologien. Dabei ist die Produktvielfalt enorm. Alleine die Zellstoffindustrie erzeugt aus dem Rohstoff Holz Rohstoffe für Papier, Verpackungen, Textilien, Parfums & Duftstoffe, Lebensmittelerzeugung, Lacke, Bindemittel, Treibstoffe sowie Elektrizität und Wärme.

Bioraffinerien sind in vielen Produktzweigen etabliert. Bekannteste Vertreter sind Zellstofffabriken und Stärkefabriken aber auch Molkereien gewinnen aus einem Rohstoff eine Vielzahl an unterschiedlichen Produkten. Bioraffinerien nutzen eine Kombination aus physikalischen und (bio-) chemischen Verfahren um ihre Produkte zu gewinnen.

Daraus lässt sich auch ableiten, welche Jobs in Bioraffinerien auf Dich warten: Verfahrenstechnik, Lebensmitteltechnik, Chemie, Anlagenbau aber natürlich ganz grundlegende Berufe, wie Elektrik, Schlosserei und Mess- Steuer und Regelungstechnik.

Die Essigsäure für Einmachgurken wird u.a. aus der Zellstoffindustrie gewonnen, da dort bei der Früher wurde sogar der Alkohol für Inländerrum aus dem Rohstoff Holz gewonnen. Jetzt wird der Alkohol für die Erzeugung von Treibstoff und Chemikalien genutzt. Birkenzucker (Xylit) wird aus in Österreich aus Buchenholz. Tallöl ist ein fettsäurehältiges Produkt dass als Grundstoff für die Erzeugung von Bindemittel in der Lackerzeugung eingesetzt wird.
Vielen ist nicht bewusst, dass Viskose eine Faser aus Holz ist, die für zahlreiche Textilien eingesetzt wird. Daneben gibt es noch andere holz-basierte Textilfasern: insbesondere Lyocell und Modalfasern. Die meisten Modehersteller, die diese Fasern einsetzen, bewerben das auch aktiv, weil sie von besonderer Qualität sind.             

Ja, selbst Vanillearoma kann aus Holz gewonnen werden. Das Aroma wird in einer Vielzahl an Backwaren eingesetzt – wir alle kenne den Geruch!